Heilpraktikerin Sylvia Lehmann

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Heilpraktikerin Sylvia Lehmann | Hobrichweg 2 | D-03058 Neuhausen/Spree | 0 35 697 / 6 27 04

Phytotherapie

 Die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gehört mit zu den ältesten Medizinlehren. Bereits um 350 v. Chr. entstand das erste umfassende Heilpflanzenwerk bei den Griechen. Auch Paracelsus (1493-1541) war herausragender Vertreter dieser Richtung. Schwere Rückschläge dann im Mittelalter: Viele Pflanzenkundige galten als Hexer und Hexen, wurden von der Kirche verfemt - und häufig auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

In unserem Jahrhundert verlor die Pflanzenheilkunde in den 30er Jahren wieder an Boden: die pharmazeutische Industrie entwickelte unendlich viele starke und vor allem schnell wirksame chemische Mittel. Heute hat die Phytotherapie wieder mehr Zulauf. Allein die immensen Verbrauchsmengen der Kamille in Deutschland sprechen Bände: Vor dem Krieg 80 Tonnen, 1971 bereits 1300 Tonnen und jetzt liegt der Verbrauch bei ca. 3000 Tonnen pro Jahr.

In der Phytotherapie unterteilt man die Pflanzen in drei Arten je nach ihrer Wirksamkeit: die (milden) Mite-Pflanzen, die (starken) Forte-Pflanzen und eine große Zahl von dazwischen liegenden Kräutern und Gewächsen. Die Therapie mit Heilpflanzen - egal ob z.B. mit Frischpflanze, Volldroge oder isolierter Reinsubstanz - kommt für alle Gebiete der Heilkunde in Frage. Weit verbreitet, aber dennoch falsch, ist die Ansicht, daß es bei den Heilpflanzen keine unerwünschten Nebenwirkungen gibt: So kann beispielsweise roher Kartoffelsaft (atropinartige) Wirkungen erzeugen, wie Erweiterung der Pupillen mit Sehstörungen. Deshalb ist vor einem unsachgemäßen Gebrauch von Heilpflanzen dringend zu warnen.

Die Heilpflanzen-Therapie gehört wohl zu den ältesten und bekanntesten Therapieformen überhaupt, denn sie wird in fast jedem Haushalt, mehr oder weniger bewusst, angewendet. Der Einsatz von Heilkräutern wird in der heutigen Zeit immer beliebter. Heilpflanzen wirken zuerst den Symptomen der Krankheit entgegen, wobei diese aber nicht so stark unterdrückt werden wie bei den chemischen Mitteln. Es geht bei der Naturmedizin ja nicht nur um möglichst rasche Beschwerdefreiheit, vielmehr soll der Körper angeregt werden, die Ursachen einer Erkrankung endgültig zu überwinden. Falsch ist die Annahme, Heilpflanzen seien immer unbedenklich; es gibt bekanntlich auch sehr giftige Arzneipflanzen, die unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen können. Phytotherapie kann gut mit anderen natürlichen Heilverfahren kombiniert werden, u.a. natürlich mit der Homöopathie, mit der sie in gewisser Weise ja auch verwandt ist. Die klassische Zubereitungsform pflanzlicher Heilmittel ist der Tee, sei es nun als Abkochung, Aufguss oder Kaltauszug. Daneben finden sie aber auch Verwendung in pflanzlichen Pillen, Tinkturen, Saftkuren, Wickeln, Salben, Sirupen, Ölen usw. Heilpflanzen stehen im Mittelpunkt einer natürlichen und ganzheitlichen Behandlung gesundheitlicher Beschwerden mit pflanzlichen Arzneimitteln.

 Meine Lieblingspflanzen sind die Brennessel, das Johanniskraut, der Salbei und der Thymian. Versuchen Sie im Frühjahr eine Brennesseltee-Kur. Sie entschlackt und reinigt den ganzen Körper - Frühjahrsputz!
Aus Johanniskraut stelle ich mir selbst das Massageöl her, der Tee beruhigt wunderbar und die blühende Pflanze sieht in jedem Garten schön aus. Auch Salbei ist eine wunderschöne Gartenpflanze, der Tee schmeckt sogar meinen Kindern prima und hilft hervorragend bei Halsschmerzen und Erkältungen. Thymian ist bei Erkältungen ein Mittel der Wahl. Der Tee schmeckt nicht jedem, aber auch ein Thymian - Bad wirkt ware Wunder. Als Würzkraut in der Küche ist Thymian verdauungsfördernd besonders bei fettreichen Gerichten.

Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl. Wie wir wissen, ist in der Natur gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen.

Indikationen

Bärlauch (Allium ursinum) Entschlackung und Reinigung
Blutreinigung
Hilfe bei unreiner Haut
Beinwell (Symphytum officinale) Gelenkschwellungen, Verrenkung
Verstauchung, Quetschungen
Krampfadergeschwüren
Brennessel (Urtica dioica) Blutreinigung
Exeme
Nierenerkrankungen
Entzündungen der Harnwege
Allergien
Arthitis
Eisenkraut ( Verbena officinalis)
Achtung! Nicht in der Schwangerschaft verwenden
Leber- u. Galleleiden
nervöse Erschöpfung
Kopfschmerzen
Migräne
Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) Menstruationsstörungen Unterleibserkrankungen
Hirtentäschel (Capsella bursa- pastoris) blutstillend
alle Arten von Blutungen entwässernd
Blasenentzündungen
Huflattich (Tussilago farfara) Erkältungen
Husten
Heiserkeit
Geschwüre
Abszesse
Johanniskraut (Hypericum perforatum) Depressionen
Kopfschmerzen
nervöse Unruhe
Schlafstörungen
Rückenschmerzen
Schnittwunden
Verbrennungen
Kalmus (Acorus calamus) Magen- u. Darmbeschwerden
Kamille (Matricaria chamomilla) Schlaflosigkeit
Beklemmungen
Verdauungstörungen BR>entzündete Augen
Hautausschläge
Löwenzahn (Taraxacum offizinale) Leber- und Gallenleiden
Rheuma
Hautleiden
Verstopfung
Mistel (Viscum album)
ACHTUNG! Beeren sind stark giftig
Herz- und Kreislauferkrankungen
Arterienverkalkung
hoher Blutdruck
Wechseljahresbeschwerden
Mutterkraut (Tanacetum parthenium) Kopfschmerzen
Migräne
Arthritis
Odermennig (Agrimonia eupatoria) Mund- und Rachenentzündungen
Angina
Halskrankheiten
Zur Blutstillung
Ringelblume (Calendula officinalis) Blutreinigung
Wundheilung BR>Verbrennungen, Verbrühungen
Venenentzündung BR>Krampfadern
Pilzerkrankungen
Geschwüre
Menstruationsschmerzen
Salbei (Salvia officinalis) Mandelentzündungen
Halsentzündungen
Verdauungsstörungen
Hitzewallungen
Menstruationsschmerzen
Nachtschweiß
Schafgarbe (Achillea millefolium) Erkältung
Grippe
Verdauungsförderung
Wundheilung
Unterleibsstörungen
Hämorrhoiden
Sodbrennen
Spitzwegerich (Plantago lanceolata) Erkrankungen der Atmungsorgane
Bronchitis
Asthma
Ausschläge
Wundheilmittel
Thymian (Thymus serphyllum) Halsentzündungen
Husten
chronische Bronchitis
Zinnkraut (Equisetum arvense) Infektionen und Steine im Harntrakt
Nierenstörungen
Lungenleiden
Arteriosklerose
Wacholder (Juniperus communis)
ACHTUNG! Nicht in der Schwangerschaft oder bei Nierenerkrankungen verwenden
Blasenentzündung
Rheuma
Gicht

Die oben aufgeführte Liste der Kräuter und Krankheiten ist nur eine unvollständige Aufzählung. Als Quellen habe ich verwendet:
"Das neue BLV Buch der Kräuter ..." ISBN 3-405-13676-8 und
" Gesundheit aus der Apotheke Gottes " von Maria Treben ISBN 3 85068 090 8

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass diese Aufzählung keine Anleitung zur Selbstmedikation ist. Kräuter können auch giftig sein! Deshalb sind vor Gebrauch unbedingt genaue Anleitungen und Anweisungen von Kräuterkundigen einzuholen.

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